Lourdes ist eine kleine Stadt mit einer alten Trutzburg
als äusseres Wahrzeichen. Sie ist aber auch eine historische
Stadt mit vielen Naturschönheiten, die schon zur Zeit der Römer
bewohnt war. Das eigentliche "Geheimnis
von Lourdes" mit seiner Anziehungskraft liegt jedoch anderswo.
Lourdes verdankt seine weltweite Bedeutung dem wunderbaren Ereignis
der Erscheinungen einer "schönen Dame".
Wallfahrten gab es zu allen Zeiten und in allen grossen Religionen.
Schon die Völker der Antike kannten Pilgerreisen zu ihren Heiligtümern.
Die Prozessionswege nannten sie "Heilige Wege" (via sacra).
Wallfahren ist in der heutigen, modernen Zeit wieder hoch- aktuell.
Es ist weniger das Verweilen an heiligem Ort als vielmehr das Aufbrechen
zu ihm hin. Der Pilger verlässt sein Zuhause, wo er sich heimisch
eingerichtet weiss und nimmt die Mühe der Reise auf sich. Er
bricht aus dem Gewohnten aus und sucht nach den echten Werten des
Lebens und er will Gemeinschaft erfahren und erleben. Am Wallfahrts-
ort, so sagt man, nähert sich der Himmel der Erde, weil der
Pilger an heilige Ereignisse erinnert wird oder einfach nur, weil
hier so viele betende Hände zum Himmel greifen.
In der Reihe der Wallfahrtsorte der Welt nimmt Lourdes einen hervorragenden
Platz ein und ist geprägt durch die Anwesenheit vieler kranker
Menschen. Den Gesunden wird an diesem Ort wieder bewusst, dass "Heil-Sein"
des Menschen mehr ist als die physische Gesundheit: es ist der innere
Frieden.
WALLFAHRTSTHEMA 2012:
"Mit Bernadette den Rosenkranz beten"
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